Augen / Sehverm√∂gen sch√ľtzen durch Nachtmodus | Blaufilter

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Im Jahr 2018 fanden Wissenschaftler der University of Toledo heraus, dass die blauen Wellenl√§ngen des Lichts, welche durch Monitore (und andere elektrische Quellen, wie auch z.B. durch Smartphones) ausgestrahlt werden, sch√§dlich f√ľr unsere Augen sind. Dies kann zu einer sog. Makula-Degeneration und somit zu einer Erblindung f√ľhren1.

Besonders intensive Auswirkungen entstehen, wenn man die Bildschirme in einer dunklen Umgebung betrachtet. Dann nämlich sind die Pupillen geweitet, wodurch besonders viel blaues Licht auf die Netzhaut trifft.

 


 

Den englischsprachigen Fachartikel des Wissenschaftlerteams aus Toledo, in dem die medizinischen Aspekte zu diesem Thema n√§her erl√§utert werden, findest du √ľber diesen Link.

Abhilfe kann man schaffen, indem die verwendeten Ger√§te auf eine w√§rmere Farbtemperatur eingestellt werden. Das Bild wirkt dadurch zwar leicht gelblich, aber entsprechend st√§rker werden die Blauanteile des Lichtspektrums reduziert und man sch√ľtzt seine Augen.

 

 


Nachtmodi sind z.B. bei folgenden Geräten, bzw. dieser Software bereits herstellerseitig integriert:

  • Windows 10
  • Android-Smartphones (ab Android 7.0); √§ltere Androidversionen k√∂nnen aber teilweise nachger√ľstet werden
  • Auch einige Linuxdistributionen enthalten bereits in ihrer Grundkonfiguration einen entsprechenden Modus

 

Bislang muss man jedoch zun√§chst die Blaulichtfilter manuell aktivieren. Erfahre √ľber die folgenden Links, wie du verschiedene Nachtmodi verwenden oder auch nachr√ľsten kannst:

 

 


 

Exkurs: LED-Beleuchtung

Auch unsere LED-Wohnraumbeleuchtung enth√§lt blaue Lichtanteile. Leuchtmittel mit √ľberwiegend blauem Licht, werden als kaltwei√ü bezeichnet.

Um hierbei seine Augen vor Makula-Degeneration zu sch√ľtzen, sollte man warmwei√üe Leuchtmittel verwenden. Diese bieten zudem ein viel wohnlicheres Licht.

 


 

Exkurs: Autoscheinwerfer

Wir sehen, die IT-Branche hat etwas getan um die Gefahr der Augenschädigung durch blaue Lichtwellen zu mindern. Bleibt die Frage, ob auch die Automobilindustrie reagiert und etwas gegen die grellen, kaltweißen LED-Scheinwerfer tut?

 

Insbesondere f√ľr Personen in herk√∂mmlichen PKW, sind diese sehr hellen Scheinwerfer eine extreme Blendquelle, wenn diese von einem SUV auf Augenh√∂he in niedrigere Fahrzeuge hineinleuchten.

 

Anders als bei der Nutzung von IT-Ger√§ten, welche man anteilig wohl relativ selten in fast kompletter Dunkelheit √ľber l√§ngere Dauer benutzt, sind die Pupillen bei Nachtfahrten mit dem Auto dann n√§mlich f√ľr l√§ngere Zeit weiter ge√∂ffnet ‚Äď und fangen so zwangsl√§ufig viel h√∂here Mengen des blaustichigen Lichts ein.

 

Der ADAC hat eine Studie zur allgemeinen Blendwirkung von LED-Scheinwerfern durchgef√ľhrt und einen sehr erhellenden Artikel hierzu ver√∂ffentlicht. In diesem Artikel werden u.a. die genauen Ursachen der Blendeffekte erkl√§rt. Au√üerdem spricht der ADAC auch bereits Empfehlungen an die Automobilhersteller aus, um dies k√ľnftig zu verhindern.

 

Ebenfalls wird an den Gesetzgeber appelliert, endlich die Leuchtkraft von Scheinwerfern und Signalleuchten gesetzlich zu beschr√§nken. Die Verwendung von LEDs in der Automobilindustrie boomt zwar erst seit den letzten Jahren so richtig, aber angesichts dessen, dass es wei√ües LED-Licht bereits seit 19952 gibt, eine l√§ngst √ľberf√§llige Angelegenheit. 

Es liegt aber auch in der Hand von den Verbrauchern, Hersteller zum Umdenken zu bewegen!

 

 


1https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/voranschreitende-erblindung-blaues-licht-von-smartphones-fuehrt-zu-schweren-augenschaeden-20180810420498

2 https://www.led.de/led-historie#

 


 

 

Tags: Augen, Bildschirm

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